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Nguyên Lê
celebrating The Dark Side Of The Moon

Nguyên Lê © ACT / Patrick Essex
Nguyên Lê © ACT / Patrick Essex
Nguyên Lê, NDR Bigband & Michael Gibbs © ACT / Patrick Essex
Nguyên Lê, NDR Bigband & Michael Gibbs © ACT / Patrick Essex

Produktinformationen

Besetzung

Nguyên Lê / electric guitar, electronics
Youn Sun Nah / vocals
Gary Husband / drums
Jürgen Attig / electric fretless bass
NDR Bigband conducted by Jörg Achim Keller

NDR Bigband :
Conductor: Jörg Achim Keller
Trumpets: Thorsten Benkenstein , Benny Brown , Ingolf Burkhardt ,
Claus Stötter (solo on 12) & Reiner Winterschladen
Saxophones / reeds: Fiete Felsch (alto & flute / solo on 11), Peter Bolte (alto & flute),
Christof Lauer (tenor & soprano / solo on 4), Lutz Büchner (tenor & soprano / solo on 14),
Sebastian Gille (tenor & soprano), Marcus Bartelt (baritone & bass clarinet)
Trombones: Dan Gottshall , Klaus Heidenreich , Stefan Lottermann ,
Ingo Lahme (tuba & bass trombone)
Percussion: Marcio Doctor
Piano & synths: Vladyslav Sendecki (solo on 8)


Aufnahmedetails

Produced by Nguyên Lê
Executive Producers: Axel Dürr & Stefan Gerdes

All arrangements by Nguyên Lê, except 04, 14 & 15 by Michael Gibbs
Orchestrations by Michael Gibbs

Recorded at NDR Bigband studio by Michael Ploetz and Wolfgang Dierks (audio technician), Hamburg, from December 2 - 6, 2013
Youn Sun Nah recorded by Nguyên Lê
Recording Producer: Walter Quintus
Produced and mixed by Nguyên Lê at Louxor studios, Paris Barbès, March & April 2014
Mastered by Bruno Gruel at Elektra Mastering, France

Cover art: “Blue Valentine” (detail, 2009) by Martin Noël (1956 - 2010), by permission of Margarete Noël


„The Dark Side Of The Moon“, das 1973 erschienene Meisterwerk von Pink Floyd, ist mit über 50 Millionen verkauften Exemplaren eines der meistverkauften Rockalben aller Zeiten. Ein Monolith in der Musikgeschichte, ein Geniestreich. Es braucht schon einen besonders kreativen Kopf, einen Querdenker und Ausnahmemusiker, um dem Monumentalwerk neue Impulse zu verleihen – so jemanden wie Nguyên Lê.  Der in Paris lebende Gitarrist vietnamesischer Herkunft hat bereits in der Vergangenheit mit “Purple – celebrating Jimi Hendrix” und seinen Interpretationen von Cream bis Led Zeppelin auf “Songs Of Freedom” eindrucksvoll bewiesen, wie er Material der Rockgeschichte in seinen musikalischen Kosmos überführen kann. Gemeinsam mit dem britischen Arrangeur Michael Gibbs hat Lê nun das legendäre Album für die NDR Bigband umgesetzt.

Neben den beiden Fusion-Jazz-Experten Gary Husband am Schlagzeug und Jürgen Attig am E-Bass ist ein Gast zu hören, der dem Album besonderen Glanz verleiht: Youn Sun Nah! Sie hat mit betörender Rockstimme so überraschend wie einnehmend die Vokalparts eingesungen. Die Variabilität und das Ausdrucksspektrum ihrer Stimme beeindruckt. Was immer sie auch singt, sie verzaubert: Youn Sun Nah versprüht pure Magie. Und so ist „celebrating the Dark Side Of The Moon“ keine bloße Hommage, es ist eine Neuerschaffung des Rockklassikers, eine Wiedergeburt im Bigband-Jazzgewand.

„Natürlich habe ich damals als Teenager auch Pink Floyd gehört", erzählt Nguyên Lê. „Ich war ein Progressive-Rock-Fan: Das war Musik voll Fantasie, Science-Fiction, ein bisschen psychedelisch, andere Welten eben. Und da ich es liebe, musikalische Welten zu entdecken und zwischen den Kulturen und Stilen zu wandeln, war eine Interpretation von 'The Dark Side Of The Moon' mit meinen eigenen künstlerischen Mitteln ganz natürlich für mich."

Auf „celebrating The Dark Side Of The Moon“ mischt Nguyên Lê die unterschiedlichsten Musikfarben zusammen. Aus Modern Jazz, Big-Band-Sound, Weltmusik und der nötigen Rock-Attitude entsteht eine farbenreiche in den verschiedensten Facetten schimmernde Sichtweise auf das Original mit Liebe zum Detail. Typisch Nguyên Lê eben, denn „so wie er spielt niemand Gitarre“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und so wie er denkt niemand Musik. Wie auch Michael Gibbs feststellt: "Er überträgt 'Dark Side ...'  in seinen eigenen Sound. Er mischt seine asiatischen Klangfarben rein, seine Liebe für afrikanische Rhythmen und ein paar neue Harmonien. Schon lange wollte ich mal mit ihm arbeiten."

Trotz der Filigranität mit überraschenden harmonischen Wendungen, dem instrumentalen Farbenreichtum und den unerhörten Klangtexturen hat Michael Gibbs in seinen Orchestrierungen die für Pink Floyd typische Kraft und überwältigende Dynamik des Originals erhalten. Er ist ein Experte darin, wenn es heißt die Grenzen des Jazz zu überschreiten: Manfred Mann, Joni Mitchell, John McLaughlin, Whitney Houston und Peter Gabriel schätzen seinen Einfallsreichtum und die Kreativität seiner Orchestrierungen.

Im Kontext der NDR Bigband fühlt sich Nguyên Lê pudelwohl: „Bigbands waren immer wichtig für mich. So lernte man in Frankreich meinen Namen, als ich 1987 im Orchestre National du Jazz war. Als einziger Gitarrist in so einer Band kann ich natürlich auch sehr laut spielen, aber das geht ja nicht immer. Die NDR Bigband ist da sehr dynamisch. Ich liebe diesen Sound." Nguyên Lê rockt, wo es rocken muss und begibt sich auf Klangreisen wo ihm Gibbs Arrangements den nötigen Freiraum gewähren. Vom ersten bis zum letzten Ton baut die NDR Bigband eine spannungsgeladene, emotionalisierende Intensität auf, der man sich nicht entziehen kann. Inspirierte Improvisationen ihrer Solisten setzen immer wieder Akzente.

Wie Nguyên Lê das Pink Floyd-Album in seine eigene Welt holt, hat (im wahrsten Sinne des Wortes) großes Format. Die dunkle Seite des Mondes beginnt zu strahlen.