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Jonas Knutsson
Flower In The Sky

Flower In The Sky
Flower In The Sky

Produktinformationen

Besetzung

Jonas Knutsson – saxophones
Lena Willemark - vocals
Mats Öberg - keyboards
Hakan Wyöni - guitars
Mikael Berglund - bass
Rafael Sida - percussion
Michael Hedenquist - drums
Max Schultz - guitars
Johan Söderqvist - piano
Anders Persson - piano
Christian Spering - bass
Magnus Gran - drums.


Aufnahmedetails

Recorded (# 2 - 6) at Stockholm, September 1994
The other tracks recorded January and February 1992
Mastered by Radu Marinescu
Produced by Jonas Knutsson


Folk-Jazz aus Schweden findet nicht nur in Skandinavien Freunde und ist auch nicht mehr ganz neu. Schon Quincy Jones ließ sich 1958 bei seiner Zusammenarbeit mit dem schwedischen Rundfunkorchester dazu animieren, ein Jazzarrangement des Volkslieds `Ack Värmeland, du sköna’ zu schreiben. Genau dieses Lied griff vor gut zwei Jahren auch Michael Gibbs bei seinem Projekt `Europeana Jazzphony No.1’ wieder auf (ACT 9220-2). Aus Schweden selbst kam 1962 der wichtigste Beitrag von Bengt-Arne Wallin mit seinem ‚Swedish Folk Modern’. In den vergangenen Jahren erregte das Sextett der Schweden Ale Möller und Lena Willemark dank ihrer Veröffentlichungen mit improvisiertem Folk nationales und internationales Aufsehen (‚Nordan’ - schwedischer Pop-Grammy und Preis der deutschen Schallplattenkritik; ‚Agram’, beide ECM). Vergangenen Herbst feierte man die Band bei ihrem einzigen Deutschlandauftritt im NDR-Studio Hamburg-Rothenbaum, auch dank der Beteiligung des Kontrabassisten Palle Danielsson und des Saxophonisten Jonas Knutsson, Hauptprotagonist des neuen Folk-Jazz aus Schweden.

Jonas Knutsson war Siegfried Loch vom schwedischen Posaunisten Nils Landgren (ACT Exklusiv-Künstler) als Geheimtip empfohlen worden. Daraufhin veröffentlichte ACT das Volkslied ’Polska efter Per Johan Arnström, Vilhelmina’ in der Version der Jonas Knutsson Band Anfang vergangenen Jahres auf dem Sampler ‚A little magic in a noisy world’ (ACT 9230-2). Das Feedback auf diesen Song war so rege, daß sich Siegfried Loch entschloß, eine Best-Of-Compilation der beiden eigenen CDs von Jonas Knutsson herauszugeben, die in Schweden bei Caprice Records Stockholm erschienen waren. ‚Flower in the sky’ zeigt die ganze Bandbreite des Saxophonisten (Alt, Sopran und Bariton) in elf Songs, sechs vom Album ‚Views’, das 1992 mit dem schwedischen Jazz-Grammy ausgezeichnet wurde, und fünf vom Album ‚Lust’ der sechsköpfigen Jonas Knutsson Band.

Der 1965 in Umea geborene Knutsson spielt seit 1980 in verschiedenen Bands, von Folk, Pop-Rock (u.a bei Eric Gadd), Fusion (u.a. bei Björn J:son Lindh) bis Jazz. Den Anfang machte er in der Jazz-Rock-Band Cabazz, bis er sich 1983 für ein Musikstudium am Stockholmer Konservatorium entschloß und in der Zeit mit der Band ‚Mynta’ und dem Elise Einarsdotter Ensemble zusammenspielte. Seine ersten eigenen Bands ‚Encore’ und die World-Music-Band ‚Enteli’ gründete er 1987 bzw. 1989, die dann den Weg zu seiner Solokarriere und der Jonas Knutsson Band wiesen. Seine Klasse als Mitglied von schwedischen Backing-Bands für Herbie Hancock, Pat Metheny, Clark Terry und Palle Mikkelborg unterstrich, daß die Zeit reif für den Gang auf die internationale Bühne war. Ausgedehnte Tourneen in Europa, Indien, Singapur, Rußland und den USA sowie eine Einladung für vier Konzerte nach China zeugen davon. Die Swedish National Jazz Federation verlieh ihm 1996 den ‚Jazzkannan’-Preis. Und in den Projekten von Ale Möller und Lena Willemark, die den Titelsong dieser Compilation für ihn bereits auf ‚Views’, und dabei erstmals in englischer Sprache, sang ("Flower in the sky `Caresstones", eine Jazz-Ballade nach einem Gedicht des Isländers Matthias Johannessen), sammelte er weitere Erfolge bei seinem Bemühen, den typisch schwedischen Jazz mit starkem Folkakzent voranzubringen.

Anspieltips: der Titelsong sowie die wehmütige Ballade ‚Syskonöga’, ‚Polsquette, Grotesque, Saquette’ und ‚Polska efter Pekkos Per, Bingsjö’, wegen der schönen Dudelsackparts des Keyboarders Mats Ölberg in spannendem Zwiegespräch mit dem Bassisten Mikael Berglund, oder ‚Arktis’, das einen gleichsam in einen Iglu versetzt. Die CD klingt in bestem folk-jazzigen Sinne mit ‚Hymn’ aus.